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Der Kameramörder  - Glavinic, ThomasNiveau 4

Der Kameramörder

Autor:Glavinic, Thomas
Erscheinungsjahr:2001
Verlag:Volk und Welt (danach: Deutscher Taschenbuchverlag)
Verlagsort:Berlin (München)
Seitenzahl:156
Gattung:Krimi
Thema:Mediengesellschaft
Sprachniveau: C1
 
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Ausgezeichnet mit dem Friedrich-Glauser-Krimipreis 2002 für den besten Roman.
www.thomas-glavinic.de

 

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Zum Autor

"Thomas Glavinic, geboren am 2.4.1972 in Graz. Tätigkeiten als u.a. Werbetexter, Vertreter und Taxifahrer. Mit fünf Jahren erste Schachpartien, 1987 Rang 2 der österreichischen Schachrangliste in seiner Altersklasse. 1989 erste Veröffentlichungen in regionalen steirischen Zeitungen; 1991 Aufnahme eines Germanistikstudiums; seit 1991 Essays, Erzählungen, Hörspiele und Reportagen; freier Schriftsteller seit 1995. Glavinic ist verheiratet und lebt mit seiner Frau und seinem Sohn in Wien." (Kritisches Lexikon zur deutschsprachigen Gegenwartsliteratur)

Zum Inhalt

"»Ich wurde gebeten, alles aufzuschreiben.« Mit diesem Satz beginnt der Ich-Erzähler seinen Bericht über ein Osterwochenende, an dem er und seine Lebensgefährtin ein befreundetes Paar in der Steiermark besuchen. Während die Medien minutiös über einen am Karfreitag begangenen Doppelmord an zwei Kindern berichten, den der Mörder mit einer Videokamera aufgenommen haben soll, pendeln die vier Freunde zwischen Fernseher und Kartenspiel, Küche und Gesprächen hin und her. Angewidert und zugleich voller Lust an der Sensation, kommentieren sie das Vorgehen der Medien. Draußen, in der »wirklichen« Welt, wird unterdessen fieberhaft nach dem Mörder gesucht." (Deutscher Taschenbuch Verlag - dtv)

Lesehinweise

Das Buch fällt durch seinen Protokollstil auf, was aber genau die Stärke des Buches ist. Alles wird derart objektiv beschrieben, dass man sich zu Anfang sehr motivieren muss, um weiterzulesen. Der Erzählstil wurde als langweilig, abstoßend oder verstörend empfunden. Kommt man jedoch in die absurde Stimmung des Erzählers, ist es genau dieses Träge und Skurrile, was am meisten fasziniert.

Zum Nachdenken

Wenn du etwas in den Nachrichten siehst, bleibt es dann für dich "etwas, was du im Fernsehen gesehen hast"? Oder denkst du dann auch darüber nach, was wirklich passiert ist?
Inwiefern bist du von den Massenmedien abhängig?
Inwiefern ist die Sprache, die du im Alltag hörst, von Klischees geprägt?

Wertung

"Ich finde diese Buch perfekt!" (Patrick, http://www.dtv.de/buecher/der_kameramoerder_13546.html?show=leserstimmen&antworten=0#tabs)

"Durch die Schule bewegt dieses Buch zu lesen, begann ich vor wenigen Tagen zu 'konsumieren'. Ich stand dem Buch sehr skeptisch gegenüber, da bereits die ersten wenigen Sätze durch ihre Kürze und Einfachheit zum Aufhören animierten.
Doch Thomas Glavinic wäre nicht einer der besten österreichischen Krimiautoren, wenn er den Leser nicht fesseln, gar an das Buch binden könnte. Nicht die Sprache, sondern der Inhalt, die Kritik an der heutigen medialen Welt animieren den Leser das Buch zu beenden, um sich seine eigene kritischen Meinung gegenüber den Medien zu bilden." (Flo Polster, http://www.krimi-couch.de/krimis/thomas-glavinic-der-kameramoerder.html)

"Dieses Buch ist spannend, keine Frage, es hat einen überraschenden Schluss und auch die Kaltblütigkeit der Medien wird sehr treffend dargestellt. Aber es ist FURCHTBAR geschrieben!!! Es klingt nicht nur wie ein Bericht, sondern wie ein schlecht geschriebener Bericht... Übergänge zwischen Sätzen fehlen, banalste und völlig uninteressante Dinge werden protokolliert wie ein Staatsbesuch." (Mila San, http://www.amazon.de/product-reviews/B0073BS312/ref=cm_cr_pr_hist_1?ie=UTF8&filterBy=addOneStar&showViewpoinsh=0)

erstellt von

Victoire Wisse

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Der Kameramörder  - Glavinic, ThomasNiveau 4

Der Kameramörder

Autor:Glavinic, Thomas
Erscheinungsjahr:2001
Verlag:Volk und Welt (danach: Deutscher Taschenbuchverlag)
Verlagsort:Berlin (München)
Seitenzahl:156
Gattung:Krimi
Thema:Mediengesellschaft
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Gattung:Krimi
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Gattung:Krimi
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Der Kameramörder

Autor:Glavinic, Thomas
Erscheinungsjahr:2001
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Seitenzahl:156
Gattung:Krimi
Thema:Mediengesellschaft
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"Thomas Glavinic, geboren am 2.4.1972 in Graz. Tätigkeiten als u.a. Werbetexter, Vertreter und Taxifahrer. Mit fünf Jahren erste Schachpartien, 1987 Rang 2 der österreichischen Schachrangliste in seiner Altersklasse. 1989 erste Veröffentlichungen in regionalen steirischen Zeitungen; 1991 Aufnahme eines Germanistikstudiums; seit 1991 Essays, Erzählungen, Hörspiele und Reportagen; freier Schriftsteller seit 1995. Glavinic ist verheiratet und lebt mit seiner Frau und seinem Sohn in Wien." (Kritisches Lexikon zur deutschsprachigen Gegenwartsliteratur)

Inhalt

Im Roman Der Kameramörder berichtet der Ich-Erzähler im Protokollstil sachlich und gefühllos über seine Osterferien, die er mit seiner "Lebensgefährtin" Sonja in der Weststeiermark bei einem befreundeten Ehepaar, Heinrich und Eva, verbringt. Als ein Mörder zwei Kinder zwingt, von einem Baum in den Tod zu springen, und dann das Video bei einem Privatsender auftaucht und übertragen wird, wird die Ferienzeit der beiden Paare gänzlich von den Medien dominiert. Der Ich-Erzähler beschreibt sachlich, gefühllos und ausführlich bis in kleine Einzelheiten. Die beiden Paare essen zusammen eine Osterjause und unternehmen verschiedene Vergnügungen wie Spazierengehen, Federball, Tischtennis, und Karten spielen. Der Leser erfährt dabei von dem Inhalt des jeweiligen Essens, von den Punkten beim Wettspiel, sogar von der Toilettenpause und der Zahl der Wespen über dem Esstisch. Es zieht die Situation und die Persönlichkeit des Erzählers ins absurde und zeigt wie die heutige Welt von den Medien dominiert wird. Am Ende des Buches kann der Protagonist sogar während seiner eigenen Verhaftung den Blick nicht vom Bildschirm lassen.

Schwierigkeitsgrad

Literarisches Niveau: Der Kameramörder ist auf Niveau 4 eingestuft, auf einem niederen Niveau wäre zwar die (relativ einfache) Handlung verständlich, nicht aber der Sinn des Buches. Es spielt sich innerhalb eines kurzen Zeitraums, auf kleiner Fläche und mit wenig Handlung ab, die Schwierigkeit liegt jedoch auf der Fläche des Schreibstils und der dadurch hervorgerufenen Gefühle. Der Text wird durch den Protokollstil ungeübte Leser irritieren. Der Autor hat sich als Aufgabe gestellt, die Person des Protagonisten nur durch seine Sprache zu charakterisieren.

Sprachliches Niveau
: Das Buch ist sprachlich auf Niveau C1 einzuordnen. Es ist ohne Absätze und Kapitel geschrieben, was auch auf sprachlichem Niveau einiges an Ausdauer erfordert. Die Sätze sind oft lang, gefüllt von Nebensätzen, und da die Geschichte nacherzählt wird, auch voller Konjunktiv. Begriffe werden meist nicht alltäglich, sondern viel umständlicher und fast weltfremder umschrieben. Man muss die deutsche Sprache genügend beherrschen, um den schleppenden Charakter des Stils an sich zu erkennen, ansonsten geht der Sinn dieser Sprache verloren.

Didaktische und philologische Analyse

Dimensionen

Indikatoren

Hinweise zu komplizierende Faktoren

Allgemeine Voraussetzung (um den Text verstehen zu können)

Bereitschaft

Für Leser des Niveaus 4 wird dieses Werk durch seinen Schreibstil und die tiefer liegenden Gefühle interessant. Es muss den Leser reizen, Wortwahl und Satzbau als etwas anderes als nur eine Art der Informationsübertragung zu sehen und das Thema als Basis einer Diskussion innerhalb der Gesellschaft zu erkennen.

Interessen

Schüler dieses Niveaus sind meist in dem Alter, dass sie schon viel mit den verschiedenen Medien zu tun haben. Es wird ihnen bewusst sein, dass sie im Alltag durch Fernsehen und Computer gelenkt werden, wenn es um die Neuigkeiten der Welt geht.

Allgemeinkenntnisse

Zum Verstehen des Textes werden keine spezifischen Allgemeinkenntnisse erfordert, da die meisten besprochenen Themen und Handlungen bereits auf niederem Niveau besprochen werden. Wenn, dann Einzelheiten wie ORF, Auferstehungsfeier, Steiermark, etc.

Spezifische kulturelle und literarische Kenntnisse

Österreichische Bezüge kommen vor (s. Allgemeinkenntnisse). Besondere literarische Kenntnisse werden nicht vorausgesetzt, aber Kriminalromane bzw. Kriminalfernsehsendungen, -filme und -serien spielen eine Rolle.

Fertigkeit bezüglich des Sprachgebrauchs und des literarischen Stils

Vokabular

Das Vokabular ist äußerst objektiv und streng gewählt. Der Autor beschränkt sich so viel wie möglich auf gehobenes Vokabular, das meist nicht in der Alltagssprache gebraucht wird.

Satzkonstruktion

Der Text besteht aus meist nicht allzu langen, dafür aber viele Nebensätze enthaltenden, Sätzen. Alles ist - bis auf die wörtliche Rede des Kameramörders während des Films und den allerletzten Satz - im Präteritum geschrieben. Da es ein Nachbericht ist, werden viele der Dialoge im Konjunktiv wiedergegeben. Das Buch beinhaltet - außer den Worten des Mörders - keine einzige wörtliche Rede. Dies hat einen sehr ermüdenden Effekt.

Stil

Die Phrasenhaftigkeit im Roman ist auffällig. "Durch die Verwendung von Sprachmustern aus gehobenen, und damit nicht in die freundschaftliche Alltagskommunikation passenden, Stilebenen gibt der Ich-Erzähler seine Fremdheit gegenüber seinen Mitmenschen und der Wirklichkeit preis: z.B. "ich willfahrte ihr" (S. 13), "zu Bett geleiten" (S. 5). Die unpassende Sprache signalisiert die emotionale Distanz des Ich-Erzählers zu den Menschen in seiner Umgebung. Damit wird signalisiert, dass es sich beim Ich-Erzähler um einen pathologisch Desintegrierten handelt, der an der ihn umgebenden Welt nur begrenzt Anteil hat." (Manuela Weiβ: Sprache & Gesellschaftskritik in Glavinic' "Der Kameramörder" http://suite101.de)

Fertigkeit bezüglich der literarischen Verfahrensweise

Handlungsdichte

In dem Buch passiert scheinbar nichts. Die beiden Ehepaare sitzen zuhause und amüsieren sich, abgewechselt von einigen Fernsehbildern. Es ist ein normaler Tagesablauf. Die Spannung, die durch Geschehen aufgebaut werden könnte, wird durch den Erzählstil sofort völlig vernichtet. Es gibt keinen Dialog und alles wird bis ins kleinste Detail beschrieben, was das eventuelle Tempo wieder vernichtet.

Chronologie

Die Geschichte verläuft völlig chronologisch vom Augenblick der Ankunft bis zur Verhaftung. Auch die Filmfragmente des Mordes sind in die Chronologie einzufügen, da sie so geschildert werden, wie sie zu genau dieser Zeit im Fernsehen zu sehen sind.

Erzählstränge

Das Buch folgt einem einzigen Erzählstrang.

Perspektive(n)

Das Werk ist eine Ich-Erzählung und somit aus der Perspektive des Mörders geschrieben. Der Leser hat die unbewusste Neigung, sich mit dem Protagonisten zu identifizieren. Gerade durch dessen absurde Umschreibung des Geschehens und seiner Wortwahl, wird dies aber (absichtlich) zur Hürde. Man sträubt sich dagegen, sich hineinzuversetzen.

Bedeutung(sschichten)

Der Kameramörder thematisiert nicht nur die Psyche des Mőrders, die Art und Weise menschlicher Interaktion, Sprachdiskurse und die Schattenseiten der Mediengesellschaft werden ebenfalls stark kritisiert. Das Scheitern zwischenmenschlicher Kommunikation wird an der Phrasenhaftigkeit der Bürger gezeigt. Auch wird kritisiert, wie sehr politische Parteien und Vertreter der Kirche die Mordfälle für eigene Themen ausnützen. Angeprangert wird auch eine Gesellschaft, die sehr stark auf Massenmedien orientiert ist, und sensationslüstern die Aufnahmen, die der perverse Mőrder gemacht hat, sehen will. Die Tragik, dass ein Mőrder seine Taten filmisch festlegt, kritisiert die Abhängigkeit vom Medium - ohne Aufnahmen ist die Realität nicht vorhanden.

Fertigkeit bezüglich der literarischen Figurengestaltung

Charaktere

Es gibt in dem Buch vier Figuren: Heinrich, seine Lebensgefährtin Sonja Wagner und die Gastgeber Stubenrauch, Heinrich und Eva. Die Charaktere des Romans sind in zwei Gruppen zu gliedern: Der Protagonist und alle Zuschauer. Zu den Zuschauern gehőren auch seine Lebensgefährtin, die Freunde, der Bauer, usw., da sie alle vom fast Surrealen im Fernsehen gebannt sind und damit die Verbindung zur realen Welt nicht bilden können. Der Leser will sich automatisch am meisten mit dem Protagonisten identifizieren, merkt aber wahrscheinlich, dass er sich in dieser Situation ähnlich wie alle Zuschauer des Buches verhalten hätte.

Zahl der Figuren

Die Zahl der Figuren kann auf sechs begrenzt werden: Der Protagonist, seine Lebensgefährtin, die beiden Gastgeber und der Bauer und seine Frau.

Verhältnisse

Die Beziehungen liegen komplexer. Einerseits gibt es den Protagonisten als "Kameramörder", der als geheimnisvoller Einzeltäter alleine steht. Andererseits ist derselbe Mann ein munterer Lebensgefährte und Freund. Die restlichen Beziehungen sind alltäglich.

benutzte Quellen

Thomas Glavinic - Der Kameramörder (2003)

Website des Autors: http://www.thomas-glavinic.de

Die Medienproblematik im Roman der Kameramörder: http://www.onsem.info/seminar2009/yajin-medienproblematik/

Manuela Weiβ: Sprache & Gesellschaftskritik in Glavinics "Der Kameramörder": http://suite101.de/article/sprache--gesellschaftskritik-in-glavinics-der-kameramoerder-a102723

relevante Quellen

Thomas Glavinic - Der Kameramörder

Die Medienproblematik im Roman der Kameramörder: http://www.onsem.info/seminar2009/yajin-medienproblematik/

Manuela Weiβ: Sprache & Gesellschaftskritik in Glavinics "Der Kameramörder": http://suite101.de/article/sprache--gesellschaftskritik-in-glavinics-der-kameramoerder-a102723

Sprache und Erzählstil bei Thomas Glavinic: http://suite101.de/article/sprache-und-erzaehlstil-bei-thomas-glavinic-a54762

Verarbeitung und Vertiefung

N3:
Durch die begrenzte Handlung und die kurze Zeitspanne kann das Buch auch für Leser des Niveaus drei begreifbar sein, wahrscheinlich aber in einem viel geringeren Maße. Das Buch könnte gelesen werden, wenn man den Fokus mehr auf das Thema, die Moral und die Handlung richtet. Das Lesen muss wegen des komplexeren Stils aber begleitet und oft auf Begreifen geprüft werden. Es sollte vielmehr auf eine Identifikation mit den anderen Charakteren, also der Lebensgefährtin usw., eingegangen werden, da die Geschichte sonst ihren Wert verlieren könnte. Sehr wohl kann aber das Thema als Diskussionsthema benutzt werden.

N4: Dem Leser des Niveaus vier kann man es schon viel eher überlassen, sich durch Erzähl- und Schreibstil selbst ein Bild des Protagonisten und der um ihn herumliegenden Welt zu formen. Man kann ihn auf das Vokabular und die Satzstrukturen aufmerksam machen, um ihn selber daran "basteln" zu lassen. Viel mehr kann hier also auf die Interpretation und den bewussten Gebrauch von Stilmitteln eingegangen werden.

N5: Auf diesem Niveau kann noch viel intensiver auf die bei Niveau vier bereits angedeuteten stilistischen und ästhetischen Eigenschaften des Textes eingegangen werden.

erstellt von

Victoire Wisse