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Agnes - Stamm, PeterNiveau 4

Agnes

Autor:Stamm, Peter
Erscheinungsjahr:1998
Verlag:Fischer Taschenbuch Verlag
Verlagsort:Frankfurt am Main
Seitenzahl:153
Gattung:Roman
Thema:Liebe
Sprachniveau: B2
 
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Zum Autor

Der aus der Schweiz stammende Schriftsteller Peter Stamm (1963), der u.a. in New York, Paris, London und Berlin gewohnt hat, fing nach seiner kaufmännischen Lehre an u.a. Psychologie zu studieren. Obwohl er vorzeitig dieses Studium abgebrochen hat, zeigen seine Werke sein Interesse an Menschen und deren Entwicklung, von denen Agnes sein erstes war. Nach Agnes folgten mehrere Meisterwerke, wie Blitzeis (1999), Wir fliegen (2008), Sieben Jahre (2009) und Nacht ist der Tag (2013). Im Jahre 2012 erhielt Stamm den Bodensee-Literaturpreis. In eigener Sache erschien Die Vertreibung aus dem Paradies - Bamberger Vorlesungen und verstreute Texte (2014). Der Debütroman Agnes gehört "seit 2013 zur Pflichtlektüre für das Abitur in Baden-Württemberg" ( http://www.literaturcafe.de/peter-stamm-agnes-oder-wie-man-schuelern-die-lust-am-lesen-austreibt).

Zum Inhalt

Eines Tages geht ein Journalist aus der Schweiz, dessen Name dem Leser unbekannt bleibt, während seines Aufenthalts in Chicago in die Bibliothek. In dieser versucht er für sein Werk über Luxuseisenbahnwagen zu recherchieren. Währenddessen stößt er auf Agnes, eine außergewöhnliche Physikstudentin. Aus dieser ersten Begegnung entwickelt sich bald eine Beziehung zwischen den beiden. Als Agnes herausfindet, dass ihr neuer Geliebter Kurzgeschichten verfasst, bittet sie ihn eine über sie zu schreiben. Begeistert fängt der Schweizer an zu schreiben. Nach einer Weile hat er das Gefühl, dass seine Geschichte alles andere als normal ist: Sein Schreiben hat Auswirkungen auf die Gegenwart und die Zukunft, welches seine Beziehung mit Agnes komplett verändern wird.

Lesehinweise

Die Geschichte wird in einem Kreis erzählt, d.h. das letzte und das erste Kapitel schließen an einander an.
Vieles im Roman bleibt offen. Obwohl die Geschichte und deren Geschehnisse ziemlich klar erzählt werden, wird die Geschichte ständig durch das Schreiben an einem Porträt von Agnesunterbrochen.

Zum Nachdenken

Zur Interpretation von Agnes sagte der Autor auf seiner Website Folgendes: "Zur Interpretation von Agnes kann und will ich mich nicht äußern. Sie ist nicht Aufgabe des Autors. […] [Der Text] bietet viele Interpretationsmöglichkeiten, keine davon ist richtig, falsch sind allenfalls jene, die an den Haaren herbeigezogen oder schlecht begründet sind oder die für sich in Anspruch nehmen, die einzig richtige zu sein. […] Es gibt für das Buch keine Lösung wie für ein Kreuzworträtsel."

Wertung

"Ein dichtes Netz von Verweisen durchzieht die fein aufeinander abgestimmten Kapitel des Buches, immer wieder findet Stamm suggestive Bilder für die Kälte und die Beziehungslosigkeit, in denen er seine Figuren gefangen sieht." (Frankfurter Allgemeine Zeitung, 23.04.1999, Nr. 94, S. 42)

"Kaum kann man es glauben, daß 'Agnes' ein Debütroman sein soll. Da gibt es kein schiefes Bild, keinen falschen Vergleich, kein Adjektiv als bloß schmückendes Attribut, kein Wort zuviel oder zuwenig. Peter Stamms Prosa ist bei aller vorsätzlichen Schmucklosigkeit vollkommen geschmeidig - also vollkommen." (Focus Magazin 47/1998) 



Lesetipps

Peter Stamm: Nacht ist der Tag (2013)

erstellt von

Britt van Dée

Empfohlen


Agnes - Stamm, PeterNiveau 4

Agnes

Autor:Stamm, Peter
Erscheinungsjahr:1998
Verlag:Fischer Taschenbuch Verlag
Verlagsort:Frankfurt am Main
Seitenzahl:153
Gattung:Roman
Thema:Liebe
Sprachniveau: B2
 
Leser
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Aufgaben

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Agnes - Stamm, PeterNiveau 4

Agnes

Autor:Stamm, Peter
Erscheinungsjahr:1998
Verlag:Fischer Taschenbuch Verlag
Verlagsort:Frankfurt am Main
Seitenzahl:153
Gattung:Roman
Thema:Liebe
Sprachniveau: B2
 
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Agnes - Stamm, PeterNiveau 4

Agnes

Autor:Stamm, Peter
Erscheinungsjahr:1998
Verlag:Fischer Taschenbuch Verlag
Verlagsort:Frankfurt am Main
Seitenzahl:153
Gattung:Roman
Thema:Liebe
Sprachniveau: B2
 
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Aufgaben

BuchStamm, Peter, Agnes
NummerN3/1
Niveau3
Studienlast1,5
ArbeitsformEinzel- und Partnerarbeit
FokusPorträt
Ziel

Einen Text beurteilen können

Aufgabe

Lies zuerst die (literarische) Theorie über das Porträt und beantworte danach die Fragen.

Einzelarbeit:

1. Stimmt das Porträt über Agnes mit dem Teil Was ist ein Portrait überein? Erläutere deine Antwort anhand bestimmter Textstellen.

2. Suche dir einige Textstellen (mindestens zwei) aus dem Buch aus, in denen der Ich-Erzähler an seinem Porträt über Agnes schreibt bzw. arbeitet. Sind die im zweiten Teil der literarischen Theorie (Wie schreibe ich ein Portrait?) genannten Punkte berücksichtigt worden? Fülle danach die Tabelle aus.

Das Porträt über Agnes ist kein gutes Porträt, weil....

Das Porträt über Agnes ist ein gutes Porträt, weil....

Seitenangabe / Stelle im Buch

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Partnerarbeit:

3. Setze dich mit deiner Nachbarin oder deinem Nachbarn zusammen und vergleicht zusammen eure Ergebnisse aus Aufgabe eins und zwei. Ist das Porträt über Agnes eurer Meinung nach ein richtiges bzw. gutes Porträt? Erläutert eure Antworten.

(Literarische) Theorie

Textsorte: Portrait

Was ist ein Portrait?: Ein Portrait ist eigentlich nichts anderes als eine Reportage über eine Person. Diese Person ist meist eine berühmte Persönlichkeit und der Zweck des Portraits ist es dann, dem Leser diesen Menschen näher zu bringen. Dabei geht es nicht nur um dessen Äußeres, sondern auch um die inneren Eigenschaften, die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft dieser Person. Ein Portrait basiert meistens auf einem Interview, das der Autor mit der berühmten Persönlichkeit geführt hat. Oftmals werden daher auch Zitate in den Text eingebunden, welche die jeweiligen Eigenheiten hervorheben.

Wie schreibe ich ein Portrait?: Diese Punkte sollten beim Verfassen eines Portrait berücksichtig werden:

- lebendige und sinnliche Sprache verwenden

- Beschreibung (Aussehen), Zitate, persönliche Reflexionen, Kommentare und Erzählungen

- wird im Präsens verfasst

- anschaulich und konkret

- Eigenheiten der Person herausheben (mit Zitaten und Anekdoten)

Quelle: http://deutschsprachige-literatur.blogspot.co.at/2011/05/textsorte-portrait.html

Geschrieben vonBritt van Dée



BuchStamm, Peter, Agnes
NummerN3/2
Niveau3
Studienlast1,5
Arbeitsformindividuell
FokusPorträt
Ziel

Das Schreiben eines Porträts

Aufgabe

Lies zuerst die (literarische) Theorie über das Porträt und beantworte danach die Fragen.

1. Am Ende der Geschichte ist Agnes verschwunden. Stell dir vor, du bist Agnes und du entscheidest dich dafür, ein Porträt über den Ich-Erzähler zu schreiben. Fülle zunächst die Tabelle aus, in der du auf dein Wissen über den Ich-Erzähler und über die Beziehung zu Agnes eingehst. Schreibe danach ein paar Zitate auf, welche deines Erachtens für das Schreiben des Porträts hilfreich sein könnten.

Was weiß ich über den Ich-Erzähler?

Wie ist seine Beziehung zu Agnes?

Zitate

 

 

 

 

 

 

 

 

 

2. Schreibe in etwa 200 Wörtern ein Porträt über den Ich-Erzähler und behalte dabei die Antworten aus der Tabelle aus der ersten Frage im Hinterkopf! Benutze dabei, wenn nötig, ein Wörterbuch.

 

(Literarische) Theorie

Textsorte: Portrait

Was ist ein Portrait?: Ein Portrait ist eigentlich nichts anderes als eine Reportage über eine Person. Diese Person ist meist eine berühmte Persönlichkeit und der Zweck des Portraits ist es dann, dem Leser diesen Menschen näher zu bringen. Dabei geht es nicht nur um dessen Äußeres, sondern auch um die inneren Eigenschaften, die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft dieser Person. Ein Portrait basiert meistens auf einem Interview, das der Autor mit der berühmten Persönlichkeit geführt hat. Oftmals werden daher auch Zitate in den Text eingebunden, welche die jeweiligen Eigenheiten hervorheben.

Wie schreibe ich ein Portrait?: Diese Punkte sollten beim Verfassen eines Portrait berücksichtig werden:

- lebendige und sinnliche Sprache verwenden

- Beschreibung (Aussehen), Zitate, persönliche Reflexionen, Kommentare und Erzählungen

- wird im Präsens verfasst

- anschaulich und konkret

- Eigenheiten der Person herausheben (mit Zitaten und Anekdoten)

Quelle: http://deutschsprachige-literatur.blogspot.co.at/2011/05/textsorte-portrait.html

Geschrieben vonBritt van Dée



BuchStamm, Peter, Agnes
NummerN3/3
Niveau3
Studienlast1
Arbeitsformindividuell
FokusUmschlag
Ziel

Zusammenhang zwischen Umschlag und Inhalt des Buches erkennen können

Aufgabe

Schaue dir zuerst die Bilder unter "Theorie" an und beantworte danach die Fragen.

1. Welcher Umschlag gefällt dir am besten und warum?

2. Suche dir zu jedem Umschlag eine Textstelle aus, welche am besten die Geschichte auf dem bestimmten Umschlag wiedergibt. Erläutere deine Antwort(en).

3. Welcher Umschlag gibt, deiner Meinung nach, den Inhalt von Agnes am besten wieder? Erläutere deine Antwort.

4. Stell dir vor, du sollst einen Umschlag für einen anderen Verlag, der Agnes erneut herausgeben möchte, gestalten. Wie sollte dieser aussehen, damit der Inhalt des Buches am besten wiedergegeben wird? Schreibe dazu mindestens acht Merkmale auf.

(Literarische) Theorie

agnes3  agnes2  Agnes

Geschrieben vonBritt van Dée




Agnes - Stamm, PeterNiveau 4

Agnes

Autor:Stamm, Peter
Erscheinungsjahr:1998
Verlag:Fischer Taschenbuch Verlag
Verlagsort:Frankfurt am Main
Seitenzahl:153
Gattung:Roman
Thema:Liebe
Sprachniveau: B2
 
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Aufgaben

BuchStamm, Peter, Agnes
NummerN4/1
Niveau4
Studienlast1,5
Arbeitsformindividuell
FokusErzählstränge/ Fakt und Fiktion
Ziel

Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen Fakt und Fiktion erkennen können

Aufgabe

"'Schreib eine Geschichte über mich', sagte sie dann. [...] 'Komm, wir fangen gleich an', sagte Agnes, 'eine Liebesgeschichte mit dir und mir'". (S. 50) 

Agnes ist eine Geschichte an sich, enthält aber noch eine Geschichte. Und zwar ein Porträt über Agnes als Person.

1. Schreibe mindestens fünf Unterschiede und fünf Gemeinsamkeiten zwischen der Geschichte Agnes und dem Porträt über sie auf.

Unterschiede

Gemeinsamkeiten

 

 

 

 

 

 

2. Glaubst du, dass das Porträt über Agnes die reale Geschichte beeinflusst hat? Was hältst du davon? Erläutere deine Antwort(en) anhand bestimmter Textstellen.

3. Schreibt, deiner Meinung nach, der Ich-Erzähler am Ende der Geschichte Fiktion? Oder beschreibt er die Wirklichkeit? Das heißt, gehört der Teil, in dem Agnes verschwindet, zu der realen oder zu der fiktiven Geschichte? Erläutere deine Antwort(en).

Geschrieben vonBritt van Dée



BuchStamm, Peter, Agnes
NummerN4/2
Niveau4
Studienlast4 bis 5
ArbeitsformPartnerarbeit
FokusEnde der Geschichte
Ziel

Die Geschichte über Agnes weiterschreiben

Aufgabe

"Agnes ist nicht zurückgekommen. Ich habe die ganze Nacht und den ganzen Tag auf sie gewartet."

1. Der Verlag des Buches hat euch für ein Wettbewerb eingeladen, die Geschichte weiterzuschreiben. Welche Geschichte möchtet ihr gerne weiterschreiben? Die vom Ich-Erzähler über Agnes (Porträt) oder das Buch Agnes von Peter Stamm an sich? Erläutert eure Antwort(en).

2. Schreibt kurz (in etwa 50 Wörtern) auf, was der Leser von den letzten Minuten von Agnes weiß bzw. erfährt. Was wurde als letztes im Buch über Agnes berichtet? Achtet dabei auf die Unterschiede zwischen der realen Geschichte und der Geschichte, welche der Ich-Erzähler über Agnes schreibt (Porträt).

3. Schreibt die Geschichte, welche ihr gerade gewählt habt, weiter. Ihr braucht keine 100 Seiten zu schreiben, sondern nur eine Zusammenfassung (ca. 300 Wörter) zu dem, was ihr gerne schreiben möchtet, bzw. wie eurer Meinung nach die Geschichte ausgehen soll.

4. Präsentiert euer Ende der Geschichte der Klasse. Ihr dürft selber entscheiden, in welcher Form ihr das machen werdet. Das heißt, ihr könnt die Geschichte in Comic-Form präsentieren oder die Geschichte anhand eines selbstgemachten Videos oder einer Power-Point-Präsentation erläutern.

Geschrieben vonBritt van Dée



BuchStamm, Peter, Agnes
NummerN4/3
Niveau4
Studienlast1,5
Arbeitsformindividuell
Fokusdie Postmoderne
Ziel

Merkmale der Postmoderne in Agnes erkennen können

Aufgabe

"Der Debütroman 'Agnes' (1998) von Peter Stamm ist ein vielseitiges Beispiel postmodernen Erzählens" (Quelle: http://www.io.uni-bremen.de/studiumbremen/Globaleducation/BrinkmannSoSe10.pdf)

1. Schlage im Internet nach, was die Merkmale der postmodernen Literatur sind und schreibe dazu Stichwörter auf.

2. Suche zu jedem der Merkmale zwei Bespiele im Buch.

3. Ein Merkmal der postmodernen Literatur ist, dass der Leser als Co-Autor fungiert. Suche mindestens drei Stellen im Buch, in denen du als Co-Autor arbeiten könntest. Wähle aus den drei Stellen im Buch eine aus und schreibe diese Textstelle in ca. 75 Wörtern weiter.

4. Was könnte im obengenannten Zitat mit "vielseitiges" gemeint sein? Begründe deine Antwort anhand einiger Beispiele aus dem Buch.

Geschrieben vonBritt van Dée




Agnes - Stamm, PeterNiveau 4

Agnes

Autor:Stamm, Peter
Erscheinungsjahr:1998
Verlag:Fischer Taschenbuch Verlag
Verlagsort:Frankfurt am Main
Seitenzahl:153
Gattung:Roman
Thema:Liebe
Sprachniveau: B2
 
Leser
Lehrer
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Aufgaben

BuchStamm, Peter, Agnes
NummerN5/1
Niveau5
Studienlast2
ArbeitsformEinzel- und Partnerarbeit
FokusIntertextualität
Ziel

Bedeutungen der Intertextualität herausfinden

Aufgabe

"So long as men can breathe, or eyes can see, so long lives this, and gives life to thee" (S. 48)

Einzelarbeit:

1. Dieses oben genannte Zitat stammt aus einem weltberühmten Gedicht von William Shakespeare, Sonnet 18. Schlage im Internet nach, welche Bedeutung dieses Gedicht damals hatte und heutzutage hat. Schreibe dir dazu mindestens fünf Stichwörter auf.

2. Welche Bedeutung hat dieses Zitat in Agnes? Worauf bezieht sich "this" und "thee" in Agnes?

3. Schreibe in ca. 150 Wörtern auf, welche Unterschiede es zwischen der Interpretation bzw. Bedeutung des Sonnet 18 in Agnes und in der Zeit, in dem es von Shakespeare geschrieben wurde, gibt. Behalte dabei die Antworten auf die obenstehenden Fragen im Hinterkopf!

 

Partnerarbeit:

4. Setze dich mit deiner Nachbarin oder deinem Nachbarn zusammen und vergleicht zusammen eure Ergebnisse auf die Fragen zu der Interpretation bzw. Bedeutung des Sonnet 18. Seid ihr derselben Meinung? Glaubt ihr, dass dieses Gedicht zu Peter Stamms Agnes passt? Erläutert eure Antwort(en).

Geschrieben vonBritt van Dée



BuchStamm, Peter, Agnes
NummerN5/2
Niveau5
Studienlast2
ArbeitsformEinzel- und Partnerarbeit
FokusKunst und Inhalt
Ziel

Verbindung zwischen der Kunst und dem Inhalt des Buches erkennen können

Aufgabe

Im Buch werden verschiedene Kunstwerke (Gemälde, Romane und Gedichte) erwähnt, und zwar:

-       Gebirgslandschaft - Ernst Ludwig Kirchner (S. 39)

-       Mörder, Hoffnung der Frauen - Oskar Kokoschka (S. 39)

-       Un Dimanche d´été à l´Ile de la Grande Jatte - Georges Serauts (S. 69)

-       A Refusal to Mourn the Death of a Child, by Fire, in London - Dylan Thomas (S. 130)

Einzelarbeit:

1. Recherchiere im Internet, wovon die oben stehenden Titel handeln. Schreibe dir dazu Stichwörter auf.

2. Erläutere, wie diese oben stehenden Kunstwerke sich zu Agnes verhalten.

Partnerarbeit:

3. Setze dich mit deiner Nachbarin oder deinem Nachbarn zusammen und vergleicht zusammen eure Ergebnisse auf die Fragen eins und zwei. Seid ihr derselben Meinung? Welches Kunstwerk gibt eurer Meinung nach die Geschichte Agnes am besten wieder? Erläutert eure Antwort(en).

Geschrieben vonBritt van Dée



BuchStamm, Peter, Agnes
NummerN5/3
Niveau5
Studienlast2
Arbeitsformindividuell
FokusMotive und Intertextualität
Ziel

Gemeinsamkeiten zwischen Homo Faber und Agnes erkennen können

Aufgabe

Lies erstens den ersten Teil der (literarischen) Theorie und beantworte danach die erste Frage.

1. Was sind die (Grund-)Motive in Agnes? Das heißt, welche Motive lassen sich in Agnes ständig wiederfinden?

Lies den zweiten Teil der (literarischen) Theorie und beantworte danach die folgenden Fragen.

2. Was sind deiner Meinung nach die (Grund-)Motive auf der ersten Seite von Homo Faber von Max Frisch?

3. Vergleiche die (Grund-)Motive aus Agnes mit denen aus Homo Faber. Fülle danach die Tabelle aus. Das erste Motiv ist bereits gegeben. Zeige danach anhand einiger Zitate aus beiden Romanen, wie dieses Motiv zum Ausdruck kommt.

Motiv

Homo Faber

Agnes

Besonderheiten

Tod

 

 

 

.......

 

 

 

.......

 

 

 

.......

 

 

 

Labels-Literatuurgeschiedenis

In der Literatur ist ein Motiv ein inhaltlicher Baustein eines Werkes, in welchem es häufig mehrfach auftaucht. Indem es ein Thema in das Werk einbringt, wird das Motiv wichtig für die Handlung. (Quelle: http://www.buecher-wiki.de/index.php/BuecherWiki/Motiv)

Die erste Seite aus Homo Faber von Max Frisch: Wir starteten in La Guardia, New York, mit dreistündiger Verspätung infolge Schneestürmen. Unsere Maschine war, wie üblich auf dieser Strecke, eine Superconstellation. Ich richtete mich sofort zum Schlafen, es war Nacht. Wir warteten noch weitere vierzig Minuten draußen auf der Piste, Schnee vor den Scheinwerfern, Pulverschnee, Wirbel über der Piste, und was mich nervös machte, so dass ich nicht sogleich schlief, war nicht die Zeitung, die unsere Stewardess verteilte, First Pictures Of World's Greatest Air Crash In Nevada, eine Neuigkeit, die ich schon am Mittag gelesen hatte, sondern einzig und allein diese Vibration in der stehenden Maschine mit laufenden Motoren - dazu der junge Deutsche neben mir, der mir sogleich auffiel, ich weiß nicht wieso, er fiel auf, wenn er den Mantel auszog, wenn er sich setzte und sich die Bügelfalten zog, wenn er überhaupt nichts tat, sondern auf den Start wartete wie wir alle und einfach im Sessel saß, ein Blonder mit rosiger Haut, der sich sofort vorstellte, noch bevor man die Gürtel geschnallt hatte. Seinen Namen hatte ich überhört, die Motoren dröhnten, einer nach dem andern auf Vollgasprobe - Ich war todmüde. Ivy hatte drei Stunden lang, während wir auf die verspätete Maschine warteten, auf mich eingeschwatzt, obschon sie wusste, dass ich grundsätzlich nicht heirate. Ich war froh, allein zu sein. Endlich ging's los - Ich habe einen Start bei solchem Schneetreiben noch nie erlebt, kaum hatte sich unser Fahrgestell von der weißen Piste gehoben, war von den gelben Bodenlichtern nichts mehr zu sehen, kein Schimmer, später nicht einmal ein Schimmer von Manhattan, so schneite es. Ich sah nur das grüne Blinklicht an unsrer Tragfläche, die heftig schwankte, zeitweise wippte; für Sekunden verschwand sogar dieses grüne Blinklicht im Nebel, man kam sich wie ein Blinder vor. (Quelle: http://www.durov.com/study/Frisch_Max_-_Homo_Faber-601.pdf)

Geschrieben vonBritt van Dée




Agnes - Stamm, PeterNiveau 4

Agnes

Autor:Stamm, Peter
Erscheinungsjahr:1998
Verlag:Fischer Taschenbuch Verlag
Verlagsort:Frankfurt am Main
Seitenzahl:153
Gattung:Roman
Thema:Liebe
Sprachniveau: B2
 
Leser
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[Er zijn geen opdrachten gevonden voor dit niveau.]
Agnes - Stamm, PeterNiveau 4

Agnes

Autor:Stamm, Peter
Erscheinungsjahr:1998
Verlag:Fischer Taschenbuch Verlag
Verlagsort:Frankfurt am Main
Seitenzahl:153
Gattung:Roman
Thema:Liebe
Sprachniveau: B2
 
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Inhalt

Eines Tages geht ein Journalist aus der Schweiz, dessen Name dem Leser unbekannt bleibt, während seines Aufenthalts in Chicago in die Bibliothek. In dieser versucht er für sein Werk über Luxuseisenbahnwagen zu recherchieren. Währenddessen stößt er auf Agnes, eine außergewöhnliche Physikstudentin. Aus dieser ersten Begegnung entwickelt sich bald eine Beziehung zwischen den beiden. Als Agnes herausfindet, dass ihr neuer Geliebter Kurzgeschichten verfasst, bittet sie ihn eine über sie zu schreiben. Begeistert fängt der Schweizer an zu schreiben. Nach einer Weile hat er das Gefühl, dass seine Geschichte alles andere als normal ist: Sein Schreiben hat Auswirkungen auf die Gegenwart und die Zukunft, welches seine Beziehung mit Agnes komplett verändern wird.

 

Schwierigkeitsgrad

Literarisches Niveau: Obwohl die Themen des Buches an die Interessen von Jugendlichen anschließen, werden verschiedene Interpretationsfähigkeiten verlangt, welche LeserInnen auf Niveau 3 im Allgemeinen nicht besitzen. Agnes ist mehrdeutig und als LeserIn sollte man in der Lage sein, verschiedene Zusammenhänge im Buch erkennen zu können. Dazu enthält Agnes viele offene Stellen, welche man als LeserIn selber ausfüllen muss. Deswegen lässt sich Agnes auf Niveau 4 einordnen.

Sprachliches Niveau: Die Sätze, die Stamm in seinem Buch verwendet, sind relativ kurz und leicht zu verstehen. Durch den Gebrauch vieler Dialoge könnte Agnes teilweise auf B1-Niveau eingestuft werden. Allerdings fällt auch der abstrakte und mehrdeutige Sprachgebrauch auf, weswegen Agnes auch B2-Merkmale aufzeigt.

Didaktische und philologische Analyse

Dimensionen

Indikatoren

Hinweise auf komplizierende Faktoren

Allgemeine Voraussetzung (um den Text verstehen zu können)

Bereitschaft

Wegen der vielen Interpretationsmöglichkeiten und offenen Stellen im Buch kann die Bereitschaft auf jeden Fall ab dem vierten Niveau erwartet werden. Die offenen Stellen selber zu ergänzen oder die Mehrdeutigkeit zu verstehen wird LeserInnen auf Niveau 3 weniger gut gelingen. Für die höchsten Niveaus  wäre Agnes in Bezug auf die Intertextualität interessant.

Interessen

Agnes zeigt Stellen, an denen der Ich-Erzähler an seiner Geschichte schreibt, weswegen es für LeserInnen mit literarischen Aspirationen schöne Einsichten in die Autorschaft geben kann. Auch eignet Agnes sich gut für LeserInnen, die sich für das Verhältnis zwischen Leben und Tod oder generell für außergewöhnliche Liebesgeschichten interessieren.

Allgemeinwissen

Generell werden keine gesellschaftlichen, politischen oder historischen Allgemeinkenntnisse vorausgesetzt. Eventuell könnte noch die Umgebung, in der die Geschichte stattfindet (Chicago) gezeigt oder erklärt werden.

Spezifische kulturelle und literarische Kenntnisse

Es werden im Prinzip keine kulturellen Kenntnisse vorausgesetzt. Was die literarischen Kenntnisse angeht, könnte der Begriff Intertextualität erläutert werden, da dieser oft im Buch aufzufinden ist. So weiß der Leser, dass zum Beispiel ein Teil des 18. Sonetts von William Shakespeare im Text die ganze Geschichte der beiden Hauptprotagonisten wiedergeben kann: "So long as men can breathe, or eyes can see, so long lives this, and this gives life to thee" (S. 48). Diese Intertextualität ist zwar nicht für das Verständnis der Geschichte notwendig, könnte aber trotzdem erwähnt werden.

Fertigkeit bezüglich des Sprachgebrauchs und des literarischen Stils

Vokabular

Agnes wird im Allgemeinen vom normalen und alltäglichen Sprachgebrauch dominiert. Dazu enthält das Buch viele Dialoge, welche das Lesen und Verstehen vereinfachen. Trotzdem werden manchmal englische Begriffe bzw. Sätze verwendet, welche vielleicht eine Erläuterung brauchen. Da es sich in diesem Fall um eine andere Sprache handelt, könnte eventuell ein Wörterbuch verwendet werden.

Satzkonstruktion

Durch den Gebrauch vieler Dialoge sind die meisten Sätze einfach und gut zu verstehen. Auch die Sätze, welche der Journalist für sein Porträt über Agnes aufschreibt, werden in angepasster Länge und Sprache wiedergegeben. Nur wird manchmal, in den relativ kurzen Sätzen, der Konjunktiv I, welchen die SchülerInnen auf B1/B2-Niveau erkennen können sollten, verwendet.

Stil

Neben dem Gebrauch mancher Dialoge, wird die Geschichte flott erzählt. Da der Ich-Erzähler nicht mehr als das Notwendigste erzählt, bleiben viele Stellen im Buch offen. Diese lassen aber Raum für die eigene Interpretation des Lesers, mit der er/sie der Geschichte eine eigene Bedeutung geben kann: "Agnes ist nicht zurückgekommen. Ich habe die ganze Nacht und den ganzen Tag über auf sie gewartet" (S. 153). Die Frage, wo Agnes denn sonst ist, wird nicht beantwortet. Leser auf Niveau 4 sollten in der Lage sein, diese Leerstellen im Buch selber auszufüllen.

Fertigkeit bezüglich der literarischen Verfahrensweise

Handlungsdichte

Durch die vielen Leerstellen im Buch bleibt vieles offen. Obwohl die Geschichte und deren Geschehnisse ziemlich klar erzählt werden, wird die Geschichte ständig durch das Schreiben an dem Porträt unterbrochen. Da die Geschichte, welche der Ich-Erzähler über Agnes schreibt, immer mehr der Wirklichkeit ähnelt, wird es am Ende immer schwieriger festzustellen, was im realen Leben passiert und was nicht. Dazu spielt auch die Frage' ob der Leser alles glauben soll, was der Ich-Erzähler erzählt bzw. aufschreibt, eine große Rolle. Dies alles bringt Spannung mit sich und hält den Leser ständig neugierig.

Chronologie

Die Geschichte wird in einem Kreis erzählt, d.h. das letzte und das erste Kapitel schließen aneinander an. Dies erfährt man als LeserIn aber erst am Ende der Geschichte. Der Anfang des Buches "Agnes ist tot. Eine Geschichte hat sie getötet" ist als Aufregung der Neugier gedacht, wobei man sich fragt: hat diese Geschichte, die ich als Leser gleich lesen werde, sie getötet? Ab dem zweiten Kapitel wird bis zum Ende chronologisch, aber als neunmonatige Rückblende, erzählt. Diese Rückblende verbindet das erste und letzte Kapitel miteinander und vollendet so den Kreis.

Erzählstränge

In Agnes gibt es drei Erzählstränge: erstens das Ende und den Anfang, welche miteinander verknüpft sind und zweitens die neunmonatige Rückblende bzw. die eigentliche Geschichte. Als letzter Erzählstrang gibt es das Porträt über Agnes, an dem der Ich-Erzähler während des Erzählens der Geschichte schreibt. Dieser letzte Erzählstrang könnte aber einigermaßen verwischen, da die eigentliche Geschichte am Ende dem Porträt über Anges ähnelt. Diese Erzählstränge sollten keine Probleme für Niveau 4 und höher mit sich bringen. Für die niedrigen Niveaus könnte dies problematisch sein, da diese LeserInnen die Verbindung zwischen dem letzten und ersten Kapitel und die Ähnlichkeit zwischen der eigentlichen Geschichte und dem Porträt über Agnes (vielleicht) nicht bemerken (können).

Perspektive(n)

Die Geschichte wird von dem Ich-Erzähler, dessen Name dem Leser unbekannt bleibt, erzählt. Durch diese Ich-Perspektive kann man sich als Leser mit dem, in diesem Fall, Hauptprotagonisten identifizieren oder sich in ihn hineinversetzten. Das Porträt, welches er über Anges schreibt, schreibt er als personaler Erzähler. Dies, weil er in dieser Geschichte nicht alles weiß und kaum in der Ich-Form erzählt. Mit diesen beiden Perspektiven ist für fast alle LeserInnen gut umzugehen. Nur könnte dies aber deswegen ab Niveau 3 langweilend wirken, da man als LeserIn nichts von den Gedanken der anderen Protagonisten erfährt. Allerdings enthält die Geschichte genügend andere Elemente, welche LeserInnen zum Weiterlesen anregen (siehe z.B. Handlungsdichte).

Bedeutung(sschichten)

Obwohl die Geschehnisse in Agnes ziemlich klar erzählt werden, bleibt am Ende trotzdem vieles offen: Was ist mit Agnes passiert? Ist sie wirklich tot? Ist der Ich-Erzähler jetzt in einer Beziehung mit Louise? Dazu enthält das Buch viele Elemente aus anderen Erzählungen bzw. Geschichten: Intertextualität. Es lassen sich Elemente aus u.a. Homo Faber von Max Frisch und Der Sandmann von E.T.A. Hoffmann auffinden, welche aber für das Verständnis der Geschichte keine weitere Erklärung erfordern. Zur Interpretation von Agnes sagte der Autor auf seiner Website Folgendes: "Zur Interpretation von Agnes kann und will ich mich nicht äußern. Sie ist nicht Aufgabe des Autors. […] [Der Text] bietet viele Interpretationsmöglichkeiten, keine davon ist richtig, falsch sind allenfalls jene, die an den Haaren herbeigezogen oder schlecht begründet sind oder die für sich in Anspruch nehmen, die einzig richtige zu sein. […] Es gibt für das Buch keine Lösung wie für ein Kreuzworträtsel." Da es, laut dem Autor, keine richtige Interpretation gibt, ist es die Aufgabe des Lesers, selbst eine zu bilden, welche für Leser ab Niveau 4 kein Problem sein sollte. Die Frage, ob am Ende der Geschichte der Ich-Erzähler Fiktion schreibt oder die Wirklichkeit beschreibt, ist für die niedrigen Niveaus (1 bis 3) schwer zu beantworten und zu komplex.

Fertigkeit bezüglich der literarischen Figurengestaltung

Charaktere

Der Hauptprotagonist bzw. der Ich-Erzähler zeigt den LeserInnen aus seiner eigenen Perspektive Informationen zu den anderen Figuren. Dazu schildert er auch das Leben von Agnes in dem Porträt, das er über sie schreibt. Allerdings bekommen die Leser auf diese Art und Weise keinen objektiven Eindruck von den anderen Figuren. Letztendlich ist Agnes als Charakter nicht leicht zu verstehen, was auch mit dem Schreibstil zu tun hat, welcher sehr vage ist. Aber für LeserInnen ab Niveau 3/4 sollte dies keine Probleme mit sich bringen.

Zahl der Figuren

Die Zahl der Hauptfiguren ist gering, es gibt den Ich-Erzähler und Agnes. Daneben gibt es noch die Nebenfigur Louise, mit der der Ich-Erzähler für kurze Zeit eine Affäre hat. Zu unterscheiden sind diese ziemlich einfach. Allerdings wird es, was das Porträt über Agnes angeht, problematischer. Die Agnes aus der Wirklichkeit ist am Ende nicht einfach von der Agnes aus dem Porträt zu unterscheiden.

Verhältnisse

Die Verhältnisse im Buch sind nicht sehr leicht zu verstehen. Erstens ist die Beziehung zwischen Agnes und dem Ich-Erzähler in der Wirklichkeit nicht hundertprozentig klar, geschweige denn ihre Beziehung im Porträt. Dazu gibt es auch noch die kleine Affäre zwischen dem Ich-Erzähler und Louise, welche übrigens wohl klar beschrieben wird. Dank des offenen Endes bleibt auch das Verhältnis zwischen Agnes und dem Ich-Erzähler, sowohl in der Wirklichkeit als auch im Porträt, undeutlich, ist aber gleichzeitig auch außergewöhnlich und interessant.

benutzte Quellen

Stamm, Peter:Agnes. Frankfurt am Main: Fischer Taschenbuch Verlag 2011.

Bahners, K.; Möckel, M. & R. Poppe:Königs Erläuterungen zu Peter Stamms Agnes.Hollfeld: C. Bange Verlag 2001.

Website des Autors: http://www.peterstamm.ch.

relevante Quellen

Landesakademie für Fortbildung und Personalentwicklung an Schulen: Agnes im Unterricht:

http://lehrerfortbildung-bw.de/faecher/deutsch/gym/fb2/03_agnes/.

Informationen zu den Charakteren in Agnes: http://www.klausschenck.de/ks/downloads/h60-kvagnes1maik.pdf.

Peter Stamm, Agnes - oder wie man Schülern die Lust am Lesen austreibt:

http://www.literaturcafe.de/peter-stamm-agnes-oder-wie-man-schuelern-die-lust-am-lesen-austreibt/.

Verarbeitung und Vertiefung

Agnes eignet sich für Aufgaben für LeserInnen sowohl des dritten, als auch des vierten und fünften Niveaus. Für LeserInnen auf Niveau 3 sind Aufgaben, welche zum Diskutieren anregen, sinnvoll, weil diese Art LeserInnen gerne wissen möchte, was andere so von einem Buch halten. Für Agnes bedeutet das, dass LeserInnen beispielsweise über das Ende der Geschichte diskutieren könnten: Was ist Agnes passiert? Ist Agnes wirklich tot? LeserInnen auf Niveau 4 könnten den interpretierenden Charakter des Buches hervorheben, indem sie sich Gedanken über die Bedeutung des Buches machen könnten. Was könnten zum Beispiel die Sätze "Agnes ist tot. Eine Geschichte hat sie getötet" (S. 9) bedeuten? Auch könnten sie sich fragen, warum der Roman in einer Kreisform geschrieben ist: Warum schließt das letzte Kapitel an das erste an? Was bewirkt diese Form? Ein Schritt weiter könnte man sich mit der Intertextualität, welche in Agnes permanent anwesend ist, beschäftigen. LeserInnen des fünften Niveaus interessieren sich für sowohl textinterne als textexterne Zusammenhänge, weshalb sie sich mit den intertextuellen Elementen des Buches auseinandersetzen könnten: inwiefern hat Homo Faber von Max Frisch die Geschichte beeinflusst? Warum hat der Autor sich für das 18. Sonett von Shakespeare entschlossen? Dies sind alles Fragen, welche das Buch aufwirft. Außerdem bleiben noch viele Fragen unbeantwortet, welche zeigen, dass Agnes ein interessantes und vielfältiges Buch ist, das sich auf verschiedenen Ebenen interpretieren lässt.

erstellt von

Britt van Dée